Vielen Menschen erscheint Veränderung schwer oder gar unmöglich. Oft ist unsere Persönlichkeit in eine Hülle oder Form gepresst, die uns anerzogen wurde. Nicht etwa um uns zu ärgern oder um uns im Leben zu behindern, sondern häufig in der guten Absicht, uns so auf ein Leben und eine Welt vorzubereiten, in der wir „funktionieren müssen“. Auch wenn es durchaus alternative Ansätze der Kindererziehung gibt und mehr und mehr Eltern es verstehen, die angeborenen Talente und Begabungen ihrer Kinder zu fördern, so wurden doch auch vielen von uns die Phantasie und dir Fähigkeit zu Träumen im Elternhaus, in der Schule und der Gesellschaft abtrainiert. Ich selbst hatte zwar das Glück, eine Mutter zu haben, die mich immer unterstützt und mich nach ihren Kräften unterstützt hat, doch ich weiß nur zu gut, welche Kämpfe sie dieser halb mit Lehrern, dem Jugendamt und auch im persönlichen Umfeld auszutragen hatte. Und so kann ich verstehen, wenn in anderen Familien dieser Kampf irgendwann aufgegeben wurde und man das Kind schließlich so erzogen hat, wie es die Gesellschaft von einem erwartete.

 

Wie wir wurden, was wir heute sind

Unser Verhalten ist anerzogen und erlernt. Und was wir erst einmal mühevoll erlernt haben, das können wir nur schwer und durch harte Arbeit wieder verlernen. Deshalb ist Veränderung und das Wiedererlernen von Träumen und Visionen solch ein mühevoller Prozess. Ob man diese Herausforderung wirklich aufnehmen möchte oder ob man sich mit seinem bequemen aber nicht unbedingt spektakulären Leben arrangiert, das sollte jedem Menschen selbst überlassen werden. Es gibt hier kein „gut“ oder „schlecht, keinen falschen oder richtigen Lebensentwurf. Wichtig ist, dass das Individuum mit dem eigenen Leben glücklich ist. Doch Depressionen, Anpassungsstörungen oder gar das in diesen Zeiten so berühmte Burnout-Syndrom wären nicht derart auf dem Vormarsch, wenn es nicht viele Menschen gäbe, denen es schwerfällt auf Dauer mit ihrem vorgezeichneten Leben glücklich zu werden.

Die frohe Botschaft hierbei ist jedoch, dass es durchaus möglich ist, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und die eigenen Träume und Visionen zu leben. Wenn wir auf Menschen treffen, die ihre Träume leben, dann spüren wir diese besondere Energie, werden von diesen Menschen inspiriert, von und durch sie auch unseren eigenen Träumen näher gebracht. Doch leider kann auch das Genaue Gegenteil eintreffen. Sind wir von Menschen umgeben, die sich ihrer „Lebens-Gussform“ ergeben haben und individuelle Lebensentwürfe für Spinnerei halten, dann zieht uns dies runter und auch wir sind schon bald der Meinung „Träume sind Schäume“.

 

Lernen von einem großen Visionär

Steve Jobs ist ein hervorragendes Beispiel für Visionäre, die inspirierten und andere ermutigten, Träume mit ihnen zu leben und wirklich großes zu schaffen. Ja, menschlich war Jobs niemand, an dem man sich ein Beispiel nehmen sollte und auch wenn man über Tote nicht schlecht reden soll, doch er konnte ein wirklich widerlicher Sklaventreiber sein, der nicht nur seinen Mitarbeitern sondern auch seiner Familie viel Schmerz und Leid zufügte. Doch seine Fähigkeit neue Wege zu gehen, ungewöhnliches zu erschaffen und seine Träume zu leben, die ist ebenso unbestreitbar.

Eine Sache, die wir von Steve Jobs lernen können ist, dass es sich lohnt, die eigenen Ziele möglichst hoch anzusetzen. Wir sollten uns nicht mit Kompromissen zufrieden geben – zumindest nicht, wenn es darum geht, persönliche Ziele zu definieren. Wir sollten unsere Ziele stets so hoch stecken, dass wir selbst ein wenig Schiss vor ihnen bekommen. Denn wer auf den Mond zielt, der wird zumindest irgendwo bei den Sternen landen.

Wir alle werden sterben. Ich weiß, dass dieser Gedanke für viele Menschen unangenehm ist, doch es ist nun einmal die Wahrheit. Ganz egal, welche Fortschritte wir in der Medizin erwarten können und völlig gleich wie reich wir zu Lebzeiten werden mögen, doch spätestens nach einhundert Erdenjahren wird für uns alle der Ofen aus sein. Für viele schon früher und weder Geld noch Macht können daran etwas ändern. Auch das sollten wir von Steve Jobs gelernt haben.

 

Wir haben nicht ewig Zeit!

Wenn also unser Leben endlich und unsere Zeit auf Erden begrenzt ist, so sollten wir alles geben, was uns zur Verfügung steht, um ein Leben zu gestalten, das es auch zu leben Lohnt. Wir gehen ebenso nackt wie wir gekommen sind und können nicht das Geringste Ding mitnehmen. Oder wie es so schön heißt: „Das letzte Hemd hat keine Taschen“. Deshalb sollten wir, materiell und immateriell gesehen, alles geben und nutzen, was wir besitzen. Denn was wir zu Lebzeiten nicht gegeben haben, das wird unwiederbringlich mit unserem Tod verloren gehen. Der Ort mit den größten Ideen, den unglaublichsten Talenten, den phantastischten Visionen und den inspirierendsten Genies, ist der Friedhof. Dort liegt all das vergraben, ohne dass es je das Licht der Welt erblickte.

Ich möchte Dich mit diesen Zeilen nicht deprimieren oder trübsinnig machen – auch wenn die Erwähnung des Todes und der Vergänglichkeit des Lebens häufig diese Wirkung auf Menschen hat. Vielmehr ist das genaue Gegenteil meine Absicht. Ich möchte wach rütteln, inspirieren endlich wieder größere Visionen zu haben und die Notwendigkeit aufzeigen, diese Visionen bereits heute in die Tat umzusetzen. Denn ein „Später irgendwann mal“ könnte es womöglich nicht mehr geben. Auch sollte uns im Angesicht des sicheren Todes bewusst werden, dass es keine Kompromisse geben darf sondern wir Dinge entweder ganz oder eben gar nicht machen sollten. Wir sollten nicht so sein, wie uns andere haben möchten, sondern so, wie wir sein wollen. Niemand kann uns die Verantwortung für unser Leben abnehmen, nur wir sind dafür zuständig unser Leben lebenswert zu machen!

 

Und was fangen wir nun damit an?

Wenn wir einen Traum haben, dann ist es erst einmal egal, wie dieser Traum umgesetzt werden kann. Freilich müssen wir uns früher oder später auch dieser Frage widmen und im Coaching haben wir dafür ein ganzes Füllhorn an Techniken und Formaten (beispielsweise die „Walt-Disney-Strategie“ über die es auf YouTube hier auch ein Webinar von mir gibt…). Doch darum soll es in diesem Artikel nicht gehen. Denn der erste und wichtigste Schritt ist es, zuerst einmal Träume zu haben, sich das Träumen wieder zu erlauben. Dabei sollten wir unser möglicherweise gekränktes Ego zurück stellen und zur Ruhe bringen. Gekränkt durch die Kritik anderer, die Unkenrufe, unsere Visionen seien Spinnerei oder Menschen, die uns ganz bewusst für ihre eigenen Ziele missbraucht haben mögen bzw. dies noch immer machen.

Denn erst, wenn wir uns selbst dienen und unser Leben so gestalten wie es uns glücklich macht, erst dann werden wir auch anderen Nutzen bringen. Erst wenn wir unsere Talente und Begabungen voll ausleben können, ganz gleich welcher Art diese sein mögen und wie sie aussehen, erst dann ist es möglich, unseren Teil dazu beizutragen, diese Welt ein Stückchen besser zu verlassen, als wir sie bei unserer Geburt vorgefunden haben. Und wenn wir uns in einer Umgebung befinden oder Teil eines Teams sind, in dem wir einfach nur zu funktionieren zu haben, ohne all unsere Herrlichkeit zum Ausdruck zu bringen, dann ist es womöglich an der Zeit, weiterzuziehen und diesen Ort zu verlassen.

Die Gewissheit, den eigenen Lebenszweck zu erfüllen, seinen „Purpose“ zu leben und wie eine Blume zur Blüte zu gelangen, das wird eine Belohnung sein, die alle Mühen und Entbehrungen wert gewesen sein wird. Lass Dich durch Rückschläge und Hindernisse nicht entmutigen! Träume groß, ganz egal wie oft Du zu hören bekommst, Du seist ein Spinner! Womöglich bist Du ein Träumer, und zwar im besten Sinne des Wortes. Aber ganz gewiss kein Spinner! Lass Dir nicht einreden das Leben sei hart, man bekäme nichts geschenkt und man müsse sich fügen um zu überleben! Nicht mit Dir ist etwas nicht in Ordnung, sondern oft spiegelt sich in den negativen Unkenrufen Deiner Mitmenschen mehr von ihnen selbst wieder, als sie es je einsehen oder gar zugeben würden.

 

Habe den Mut!

Jeder von uns hat einen anderen Lebensweg, keiner gleicht dem anderen. Wir alle haben unterschiedliche Begabungen, Talente, Einstellungen, Sichtweisen, Ideen, Träume und Visionen. Andersartigkeit ist nichts schlimmes und nichts, wovor man Angst haben sollte. Vielmehr ist sie ein Geschenk und etwas, was wir wieder zulassen, ja sogar feiern müssen. Deshalb zweifle nicht an Dir und Deinen Träumen! Stehe zu Dir und zu Deinen Begabungen und Visionen! Sei, wer Du eben bist, und das voller Stolz! Und schon bald wirst Du Unterstützung erfahren, die richtigen Menschen in Dein Leben ziehen und Möglichkeiten sehen, wo Dir zuvor nur Hindernisse zu sein schienen.

Lebe Dein Leben! Träume groß! Träume wild! Und setze Deine Ziele so hoch, dass Dir schon beim Gedanken daran schwindelig wird! Und um den Worten Mahatma Gandhis zu schließen: „Sei Du selbst die Veränderung, die Du in dieser Welt sehen willst!“

 

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